Copyleft-Label für Musik und Comics
Auf der anderen Seite das Copyleft. Man kann sich frei aus allem
Copyleft-Material bedienen. Dafür wird die Verwertung erschwert,
da jeder andere das eigene Copyleft-Material auch verwerten kann.
Copyleft ist auch eine Art Copyright
Das Material gehört nicht der
Allgemeinheit (“Public Domain”, “Gemeingut” oder so).
IMO sollte die Idee des Copyleft auch auf Patente angewendet werden
Der Monopolanspruch von Patenten verhindert hier eigentlich ein
Nebeneinander. Dennoch könnten Copyleft-Bewegungen ähnlich wie
große Firmen einen defensiven Patentpool aufbauen. Insbesondere mit
öffentlichen Geldern finanzierte Forschungseinrichtungen wie Unis
sollten sich hier engagieren. Nur Angriffe von “Forschungsfirmen”
ohne eigene Produkte bleiben auch bei Patentpools unkalkalierbar.
Wenn man das “Patent” einfach vor einem Antrag veröffentlicht, ist
das neuheitsschädlich. Es kann also von niemandem mehr ein Patent
beantragt werden. Ein “defensiver Patentpool” hätte also nur Sinn,
wenn man damit darauf aufbauende Patente “bestrafen” will. Also in
der Art: Ihr benutzt unser Patent. Ihr stellt eures aber nicht der
Allgemeinheit zur Verfügung. Ätsch, dann dürft ihr unsers nicht
benutzen. Ob das so überhaupt geht, weiß ich allerdings nicht.
hmm – theoretisch könnte man virale Lizenzen erschaffen, bei
denen Produkte erst nach fünf Jahren zur “Freien Verfügung”
gestellt werden.
Ja. Allerdings kann man die nach fünf Jahren auch nochmals mit
entsprechender Lizenz veröffentlichen. Bei Ghostscript gibt’s z.B.
glaub zwei Lizenzen: AFPL und GNU(?). Eine Lizenz, in der das von
Anfang an drin steht, ist eben eine Garantie, dass es gewissermaßen
nochmals veröffentlicht wird. Änderungen könnten fünf Jahre geschützt
sein, ist bloß die Frage, ob man das will.
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